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BN gegen “Event-Tourismus”

Folgender Artikel ist heute, am 11.01.2021, im Altmühl-Boten (online auf nordbayern.de) erschienen. Wir geben ihn hier auszugsweise wieder:

GUNZENHAUSEN – Der Bund Naturschutz hat im Frühjahr mit Blick auf mehrere geplante Projekte vor einem Ausverkauf des Fränkischen Seenlands gewarnt. (…)

BN-Ortsvorsitzende Alexandra Kresse hat nach eigenen Angaben immer wieder darauf hingewiesen, dass wirtschaftliche Entwicklung und Tourismus nicht im Widerspruch zu einander stehen müssten, solange die Projekte naturverträglich geplant würden. Sie ist sich mit der Kreisvorsitzenden Brigitte Löffler und dem Kreisvorstand des BN darin einig, dass im Altmühlsee- und Brombachseegebiet

“ein immer Mehr und immer Größer in puncto Tourismus”

für die Natur, für die Gäste und für die Anwohner nicht zielführend sei. (…) Sie selbst habe erst vor einigen Tagen bei einem Spaziergang am Altmühlsee einen Eisvogel beobachtet. Diese Naturbeobachtungen – zum Beispiel auch einen Biber bei seinem Werk zu beobachten – seien es, die von den Touristen geschätzt würden.

Wenn man die Natur immer mehr verdränge und auf Event-Tourismus setze, werde sich auch das Klientel, das einen Urlaub hier anstrebt, wandeln.

Einwände zu geplanten Bauvorhaben, die den zunehmenden Verlust von Lebensraum und den dadurch hervorgerufenen Verlust der Artenvielfalt betreffen, würden als nicht relevant abgetan. Das öffentliche Gespräch zur Findung eines Kompromisses werde gar nicht erst gesucht, bedauert der BN.

“Bis in die 1970er-Jahre hinein hielt man es auch für eine gute Idee, Flüsse und Bäche zu begradigen. Die teilweise schwerwiegenden Folgen wurden erst Jahre später sichtbar,

sodass man dann wieder mit erheblichem Kostenaufwand versucht hat, die Flüsse und Bäche zu renaturieren und ihren ursprünglichen Lauf wiederherzustellen,” so die Vorsitzende. (…) Die immensen Erschließungskosten für Strom, Abwasser und Frischwasser für die “Leuchtturmprojekte” seien neben der zusätzlichen Belastung der ortsansässigen Bevölkerung durch Abgase und Lärm durch das gesteigerte Verkehrsaufkommen unbedingt mit einzukalkulieren, gibt Ellebracht zu bedenken.(…)

“Von den natürlichen Sandlebensräumen in unserer Region ist auch noch kaum etwas übriggeblieben.

Gerade hier vor unserer Haustür verschwinden immer mehr Arten still und heimlich. Es sind nicht nur die Tiere des Regenwalds, die geschützt werden müssen.” Während in den 1970er-Jahren im Bereich des Brombachs, in der Nähe der Scheermühle und der an die Muna angrenzenden “Grafenmühle” noch

Knoblauchskröten, Kreuzkröten, Wechselkröten und Kammmolche

während der Laichzeit zu beobachten waren, seien die Restbestände dieser seltenen Arten heute

vom Großprojekt Center Parcs bedroht.

Die Natur erobert sich die Muna zurück: Zahlreiche Nischen und Ritzen bieten vielen Tieren einen neuen Lebensraum. Quelle: AB 11.01.2021   © Foto: Herbert Kraus

Auf einer etwa 3,5 Hektar großen Heidefläche inmitten der Muna leben nach BN-Erkenntnissen

Sandwespe, Kreuzotter und Laufkäfer.

Zahlreichen Fledermausarten diene diese Freifläche als Jagdmöglichkeit. Es werde suggeriert, dass ein Großteil der Muna-Fläche versiegelt und damit einhergehend “wertlos” für die Natur sei. Aber wie bereits auf mehreren Aufnahmen zu sehen sei, habe sich die Natur die Flächen bereits zurückerobert.

Gerade diese baufälligen Bunker und Baracken schafften neuen Lebensraum für Reptilien, Amphibien, Insekten und vor allem nischenbrütende Vögel.

Diese fänden in den Dörfern kaum noch geeignete Nistmöglichkeiten, da die Häuser und Hallen immer seltener natürliche Nischen und Höhlen aufweisen.

Der Appell des BN:

Jeder könne etwas für die Zukunft seiner Kinder und Enkelkinder tun, “indem er sich konsequent für den Erhalt der Landschaft und Schutz der Natur hier vor Ort einsetzt”.

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“Wir stellen ein: Abholzer, Plattwalzer, Zubetonierer”

Folgende Werbetafel wurde von uns gesehen im Film “Otto – Der Außerfriesische” (aus dem Jahre 1989):

Screenshot aus “Otto der Außerfriesische”, 1989 (Produktion: Horst Wendlandt)

Im Otto-Film will ein großer internationaler Konzern für ein Testgelände Ottos ostfriesische Heimat aufkaufen.

Otto hat sich die Konzernzentrale dann mal angesehen. Vor dem Eingang stand das Schild:

Wir stellen ein: Abholzer, Plattwalzer, Zubetonierer

In der Eingangshalle ist dann noch folgender Spruch zu lesen:

“Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geliehen. Von zurückgeben hat aber keiner was gesagt …”

Erinnert uns das irgendwie an das Prinzip von Center Parcs?

(siehe hierzu auch den Abschnitt : “Tiere & Pflanzen: Das Munagelände ist ökologisch wertvoll” sowie Riesige Bauten in der Mitte der Anlage im Center Parcs Leutkirch)

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Center Parcs übertreibt beim CO2-Vergleich

Folgender Vergleich des CO2-Fußabdrucks einer Flugreise nach Mallorca mit einer (Auto-)Reise nach Oberstdorf (von wo auch immer!?) findet sich im aktuellen Center-Parcs-Weihnachtsprospekt, das der aktuellen Ausgabe des Altmühl-Boten vom 19.12.2020 beilag:

Quelle: Center Parcs im fränkischen Seenland – Weihnachtsprospekt vom 19.12.2020

Bei genauerer Betrachtung erkennt man, dass der kleine Fußabdruck, der 297 kg CO2 symbolisieren soll, insgesamt eine kleinere Fläche hat als z.B. der blaue Bereich des großen Fußabdrucks, der nur 148 kg CO2 darstellen soll.

Eine weiteres Beispiel dafür, wie Center Parcs – wissentlich oder nicht – übertreibt und unsauber darstellt, um sein Öko-Image aufzupolieren.

Übrigens: Maßstäblich korrekt müsste die Darstellung folgendermaßen aussehen:

Und dann stellt sich für uns jenseits aller Fehler in der Darstellung die folgende, durchaus berechtigte Frage:

Ersetzt ein Center-Parcs-Urlaub wirklich den Sommerurlaub nach Mallorca oder Teneriffa?

…oder kommt bei vielen finanzkräftigen Kunden der Center Parcs-Urlaub nicht eher sogar noch obendrauf auf das bereits überlastete CO2-Budget…!?

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Mutterkonzern von Center Parcs wird von 200 Immobilienbesitzern verklagt

RTL France berichtet heute über die Pierre et Vacances Gruppe, zu der auch Center Parcs gehört. Da Corona-bedingt Umsätze ausblieben, konnte oder wollte die Gruppe keine Miete an die Immobilienbesitzer auszahlen. Nun wollen diese Immobilienbesitzer klagen.

Dem Mutterkonzern von Center Parcs scheint das Geld auszugehen, auch viele Urlauber klagen, da im Corona-Jahr 2020 stornierte Urlaubsbuchungen und deren Bezahlung zu spät oder nur mit Mühe zurückerstattet wurde.

Ob und wie dies auch den Kurs im Fränkischen Seenland beeinflussen wird, ist wohl nicht abzusehen.

Den Originalartikel fand Christian Sporschill auf dieser Seite:

https://www.rtl.fr/actu/justice-faits-divers/les-infos-de-8h-pierre-et-vacances-le-groupe-attaque-en-justice-par-200-proprietaires-7800935213

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Bettenzahlen des Tourismusverbandes nicht sauber nachvollziehbar

Im Fränkischen Seenland gebe es immer weniger Betten, das behauptet zumindest der Tourismusverband und so steht es auch im aktuellen Prospekt von Center Parcs unter dem Punkt „Fakten“. Die Fakten sehen aber nach Ansicht der ÖDP in Wirklichkeit etwas anders aus.

Rückblick: Der Geschäftsführer des Tourismusverbands Fränkisches Seenland Hans-Dieter Niederprüm berichtete vor wenigen Monaten in einem Interview mit der Sendung „quer“ des Bayerischen Rundfunk, dass es in Zeiten seines Vorgängers noch knapp 9.000 Betten gegeben hätte, vor 10 Jahren seien es noch 7.500 gewesen und aktuell gebe es noch ca. 5.600 Betten.

Center Parcs schreibt im Prospekt, dass es vor 20 Jahren noch knapp 10.000 Betten gab und im Jahr 2019 nur noch 4599 Betten gibt.

Woher kommen diese Zahlen?

Auf Nachfrage von ÖDP-Kreisvorstandsmitglied Kilian Welser beim Tourismusverband gab Herr Niederprüm die Auskunft, dass ihm die Zahl von 9.000 Betten, die es ursprünglich mal gegeben habe, vom früheren Leiter des Tourismusverbands mitgeteilt worden sei. Der Tourismusverband unterscheide auch nach gewerblichen Betten und nach privaten Betten. Zum Einzugsgebiet des Fränkischen Seenlands gehörten die Landkreise Weißenburg-Gunzenhausen, Roth und der Kreis Ansbach. Der Tourismusverband erfasse aber nicht den kompletten Bettenbestand der Landkreise, sondern nur Teile der Gemeinden, nämlich die Mitgliedsgemeinden. Es würden Durchschnittswerte aus dem gesamten Jahr zugrunde gelegt.

Welser resümiert: „Es wurden also Zahlen eines Vorgängers und nur ausgewählte Gemeinden ohne Camping-Schlafgelegenheiten für die Veröffentlichung herangezogen“.

Offizielle Zahlen der Statistikämter zeigen einen leichten Anstieg der Bettenzahlen

Offizielle Bettenzahlen veröffentlicht das Statistische Landes- und Bundesamt jährlich im Tourismusreport. Dort werden Betriebe mit mehr als acht Schlafgelegenheiten erfasst. Der Tourismusverband nennt diese Zahlen den „gewerblichen Bereich“. Hier sieht es so aus, dass die Zahlen im selben Zeitraum sogar angestiegen seien. Im Juli 1999 veröffentlichte das Statistische Bundesamt eine Bettenzahl von 14.140 für die Landkreise Weißenburg-Gunzenhausen, Roth und Ansbach. 20 Jahre später im Jahr 2019 waren es 15.096 Betten.

„Die Auswahl der Zahlen durch Niederprüm und Center Parcs, die man der Öffentlichkeit präsentierte, erscheint mehr als willkürlich. Wenn man nur „Betten“ heranzieht, Camping-Plätze ignoriert und nur ausgewählte Gemeinden betrachtet, aber alle Gemeinden darum herum vernachlässigt, welche Aussagekraft haben dann diese Zahlen?“, fragen sich die Ökodemokraten.

„Es könnte zum Beispiel sein, dass private Betten in Nachbargemeinden des Fränkischen Seenlands entstanden sind, die überhaupt nicht gezählt werden. Die Aussagekraft der Zahlen des Tourismusverbands sind auf jeden Fall zweifelhaft.“, so die ÖDP.  Die Zahlen des aktuellen Center Parcs Prospektes seien übertrieben und deckten sich weder mit den Zahlen des Tourismusverbands, noch mit offiziellen Zahlen. Die ÖDP betrachtet den Prospekt daher als irreführend.

Wenn man einen Indikator für den Zustand der Tourismusbetriebe wolle, seien aus der Sicht der ÖDP die Übernachtungszahlen wichtiger als die Bettenzahlen. „Die Übernachtungszahlen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen sind zum Beispiel seit Jahren ansteigend“, zeigt sich die ÖDP mit dem Zustand des Fränkischen Seenlands durchaus zufrieden, „man muss das jetzt nicht schlechtreden!“.

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Leserbrief des Försters

Folgenden Leserbrief des Försters Herbert Kraus (Pfofeld), der am 27.11.2020 im Altmühlboten erschienen ist, empfehlen wir allen ökologisch Interessierten zur Lektüre, weil er das derzeit betriebene Greenwashing von Center Parcs anhand tiefer Einblicke in den Munwald unserer Meinung nach treffend offenlegt:

Nachhaltigkeit wird hier nicht möglich sein

“Die Firma Center Parcs (CP) ließ vor kurzer Zeit die Broschüre “eine Chance für alle” in den Brombachsee-Anliegergemeinden verteilen. Darin wird geschrieben, dass das Unternehmen für Nachhaltigkeit stehe, der Ressourcenverbrauch ein wichtiges Anliegen sei und die Munafläche durch den Bau des Center Parc zu einem “naturnahen Erholungsgebiet” werde. “Schutz und die Rücksichtnahme auf Flora, Fauna und Habitate” seien beim Bau der Anlage “von enormer Wichtigkeit”.

Wie diese Aussagen zu bewerten sind, möchte dieser Beitrag im geoökologischen Vergleich der Systeme des momentan noch bestehenden Munawaldes mit dem von CP geplanten Ferienpark verdeutlichen. (Die Geoökologie untersucht den Fluss von Energie und Material in einem System, wie beispielsweise Wald oder einer Siedlung und ihre Auswirkungen auf Flora, Fauna und die unbelebte Natur).

Die auf etwa 120 Hektar im Munagelände vorgesehene Anlage wird mit 700 bis 1000 Häusern, Bädern, Spielplätzen, Gasthäusern, Geschäften, Lager- und Gerätehäusern, Verwaltungsgebäuden, Zufahrten und Parkplätzen bestückt werden. 3000 bis 4000 Besucher und Beschäftigte werden kommen und gehen. Damit werden sich auf dem Gelände 2500 bis 3300 Menschen je Quadratkilometer aufhalten. Im Vergleich dazu leben im Dorf Pfofeld rund 1900 Menschen je qkm, in der Großstadt München 4800 Bewohner. Der Freizeitpark am Brombachsee wird eindeutig städtischen Charakter aufweisen – ein urbanes System bilden. Urbane Systeme führen in großem Umfang Energie, Wasser und Nährstoffe von außen zu. Ein großer Teil der Abfälle, Abwasser, Abgase, Staub und Lärm wird als “Output” an die umliegenden Gebiete und darüber hinaus verteilt. Ressourcenrückgewinnung ist nur begrenzt möglich und sehr aufwendig.

Flora und Fauna können in diesem dicht besiedelten Umfeld nur eine untergeordnete Rolle spielen. Platz ist dafür nur begrenzt verfügbar. Die Besucher der Anlage erwarten außerdem eine “gepflegte”, “kurzgeschorene” Kulisse. Wie sollen da Artenvielfalt und natürliche Entwicklung möglich werden? Einige Steinhaufen, Totholzstöße, Tümpel, Insektenhäuser und isolierte Baumgruppen werden in diesem unruhigen Spaßgelände nur als “Feigenblatt” für intakte Natur dienen.

Die Behauptung von CP, dass auf dem Munagelände ein “naturnahes Erholungsgebiet” entstehen wird, ist unsinnig. Die Besucher werden das Umfeld einer durchgrünten städtischen Siedlung vorfinden.

Ökologische Nachhaltigkeit wird in dieser Anlage ebenfalls nicht möglich sein, denn Flora und Fauna wird immer von Eingriffen des Personals abhängig bleiben. “Gewähren lassen” und ein Kreislauf ungestörter natürlicher Prozesse wird unter den genannten Bedingungen nicht ermöglicht.

Der momentan noch bestehende vielfältige Munawald erfüllt die Kriterien eines naturnahen Ökosystems beinahe vollständig. Sein Energiehaushalt und Stoffwechsel nutzt die vorhandenen natürlichen Ressourcen des Bodens, der Luft und der Sonne. Er vorsorgt sich selbst im natürlichen Kreislauf und liefert als “Output” Sauerstoff, Wasser, Holz und kostenlose Erholung für Menschen.

Er steht für ökologische Nachhaltigkeit, Erhalt einer vielfältigen Flora und Fauna, liefert kostenlos Ressourcen und ermöglicht nach dem Abbau der Muna-Altlasten, Besuchern wirklichen Naturgenuss.

CP möchte diesen wertvollen Wald weitgehend beseitigen und schreibt respektlos und irreführend von Nachhaltigkeit, Schutz von Flora und Fauna und Naturnähe in ihrer geplanten Ferienanlage.”

Herbert Kraus, Pfofeld

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Leserbrief “Furchteinflößende Zahlen”

Im Altmühlboten vom 25. November 2020 hat Ulli Schmidt aus Gunzenhausen einen Leserbrief über den neuesten Flyer von Center Parcs geschrieben. Da die Leserbriefschreiberin kritisch beobachtet und sehr gute Fragen stellt, geben wir den Leserbrief hier auszugsweise wieder:

“Wer noch nicht müde ist und den letzten Flyer von Center Parcs (CP) studiert hat, stellt fest, hier passen einige Zahlen nicht recht zusammen. Da sind wohl einige “Fakten” durcheinandergeraten – oder vielleicht bewusst missinterpretierbar? Die Angaben über Altlasten sollen uns glauben lassen, das Muna-Gelände ist in einem desolaten Zustand. Mit früheren Informationen versuchte CP uns noch zu suggerieren, es handelt sich um einen nicht schützenswerten Wald. Davon rückt CP jetzt wohl ab, vermutlich weil erste Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsuntersuchung ein viel besseres Ergebnis aufzeigen als gewünscht.

Flora und Fauna sind wohl doch schützenswert. Das lässt sich der Bevölkerung allerdings nicht gut verkaufen, also müssen furchteinflößende Zahlen und Darstellungen in Bezug auf Altlasten her. Denn nur wenn das Vorhandensein von Altlasten dramatisch klingt, wird die Bevölkerung akzeptieren, dass schützenswerte Flora und Fauna geopfert werden müssen.

Sage und schreibe 22 Kilometer Straßen befinden sich im Muna-Gelände. Gut, im Kleingedruckten ist dann zu lesen, hier wurden auch befestigte Wege, also Waldwege, mit einberechnet.

Dann ist zum Beispiel zu lesen, 30 Prozent des Geländes sind bebaut. Bei einer Gesamtfläche von etwa 150 Hektar sind bei 30 Prozent demzufolge 450.000 Quadratmeter der Fläche bebaut? Das entspräche dann der Größe von zirka 1000 Bauplätzen, voll bebaut, ohne Garten, versteht sich! Ob CP das selbst glaubt, was deren PR-Agentur alles so herauszaubert?

(…) Und dann lese ich zum x-ten Male, Center Parcs wird die Wunden heilen. So ein Quatsch, etwas aufzuräumen könnte nicht schaden, ja, aber dafür muss kein Wald weichen.

Wenn wir uns das Gesamte ansehen, wird offensichtlich, hier soll mit aller Macht ein Großprojekt auch gegen den Widerstand der Bevölkerung umgesetzt werden. Der Preis dafür wird jedoch ein sehr hoher sein, denn echte Wunden entstehen erst mit Center Parcs. Der geplante Kahlschlag der Waldfläche, gigantische CO2-Emissionen und ein irrisinniger Wasserverbrauch – das sind echte Wunden für unsere Lebensgrundlage Erde.”

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Grundstücke am Brombachsee verscherbeln

Ein Grundstück am See ist etwas schönes. Meist sind die begehrten Objekte teuer und nicht mehr verfügbar.

Nicht am Brombachsee, denn dort kann man bekanntlich für wenige Euro je Quadratmeter Bauland in bester Lage erwerben. Einige wenige Altlasten werden wohl zu beseitigen sein, aber das wird die Sache nicht so viel teurer machen.

Auf der Seite https://www.centerparcsimmobilien.de/ verkauft der Immobilien und Ferienkonzern bereits ähnliche Projekte an private und institutionelle Investoren.

Je nach Ausstattungsvariante des Hauses wird dann schonmal eine Summe von mehreren Hunderttausend Euro fällig.

Die Käufer sind weltweit zu finden. Gerade auch im asiatischen Raum ist die Marke Center Parcs bekannt und aktiv, so der Verkaufsprospekt der Gruppe Pierre et Vacances – Center Parcs. Bereits 24.000 Eigentümer gibt es. Die neuen Eigentümer bekommen feste Mieteinnahmen über ein Leaseback-Model.

Center Parcs Immobilen betreibt extra hierfür sogar ein Büro in Shanghai, bzw. weißt darauf im Prospekt hin. Hier wird stark für neue Projekte geworben.

Framing: Firmenlogo der chinesischen Center Parcs Partner

Wo die Gewinne dann z.B. hin fließen? Diese Frage, beantwortet Center Parcs in seinem neuesten Hochglanzprospekt, der in alle Haushalte im Landkreis ging, leider bisher nicht.

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Center Parcs Besucher verbrauchen deutlich mehr Wasser als Zuhause

Immer wieder hört man zum Thema Strom, Wasser oder Abwasser dieses Argument:

Es ist doch egal, wo man ist, auch Zuhause verbraucht man Wasser und Strom.

Beliebtes Argument um den hohen Strom- und Wasserverbrauch im Urlaub zu rechtfertigen.

Im Fall von Center Parcs stimmt dies leider nicht.

Der durchschnittliche tägliche Wasserverbrauch pro Kopf beträgt in Deutschland ca. 127 Liter, so das statistische Bundesamt.

Center Parcs Zielgruppen sind Familien. Man kann also bei einem Besuch mit circa drei bis vier Gästen rechnen, je nach Familiengröße.

Zuhause würde eine Familie also folgenden Wasserverbrauch verzeichnen, wenn man die die Durchschnittswerte einfach hochrechnet:

Dreiköpfige Familie:
3 x 127 Liter = 381 Liter

Vierköpfige Familie:
4 x 127 Liter = 508 Liter

In der Realität sieht es wohl so aus, dass kleinere Kinder weniger Wasser verbrauchen würden. Nicht jedes Kind duscht oder badet täglich.

Wie hoch ist der Wasserverbrauch im Center Parcs?

Auszug aus dem Finanzbericht 2017/18 der Pierre et Vacaces Gruppe, zu welcher die Center Parcs gehören.

In den Center Parcs wird pro Übernachtung unabhängig von der Anzahl der Gäste 0,86 m3 Wasser verbraucht.

Das sind also 860 Liter pro Tag.

Center Parcs verkündet stolz, dass der Wasserverbrauch in den letzten Jahren gesunken sei. Dies ist aber ein allgemeiner Trend. Auch in Privathaushalten sank der Verbrauch leicht.

Vergleich der Wassermenge mit Zuhause:

Zuhause: 508 Liter
Center Parcs 860 Liter

In Prozent ausgedrückt sind das also 69 Prozent mehr Wasser als Zuhause.

Würde man den Wert von drei Gästen vergleichen, wäre der Unterschied über dem doppelten Wert (381 Liter Zuhause zu 860 Liter im Center Parcs), es wären 125 % mehr. Es kommt also auf die Belegung an.

Übrigens darf man nicht vergessen, dass in etwa die gleiche Menge Abwasser anfällt!
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Demo gegen Center Parcs

Am Donnerstag, den 22.10.2020, veranstaltet die Bürgerinitiative “Seenland in Bürgerhand” in der Weißenburger Innenstadt eine Demo gegen die Ansiedlung von Center Parcs auf dem Muna-Gelände in Langlau.

Wann und Wo?:

22. Oktober um 15 Uhr vor dem Gothischen Rathaus in Weißenburg

Alle Interessierte sind herzlich eingeladen. Auf die Abstands- und Hygieneregeln weisen wir ausdrücklich hin.

WICHTIG: Bitte eine Mund-Nase-Bedeckung mitbringen und tragen!